2026
1. Preis
Chrischona, Ziefen

Neubau Kirchzentrum mit Saal, Bistro und Jugendräumen


Auftraggeberin

Chrischona Fünflibertal, Ziefen


Leistungen
Eingeladener Ideenwettbewerb


Collaboration
Katarzyna Zaluska, Studio 041 Architektura
Virova Baumanagement, Muttenz

Visualisierungen
lost minute studio, Basel

Analyse / Ortsbau
Ziefen ist ein typisches linear gewachsenes Juratal-Strassendorf, dessen städtebauliche Struktur stark durch Topografie, Landwirtschaft und die Talachse geprägt ist. Der historische Dorfkern bildet weiterhin einen wichtigen Bezugspunkt, während neuere Wohngebiete in lockerer Struktur an den Talrändern ergänzt wurden.

Idee
Der Entwurf besteht aus zwei länglichen Baukörpern mit Satteldächern – zwei Häuser unter einem Dach. Zwischen den beiden Volumen entsteht ein gemeinsames Foyer als zentraler Begegnungsraum.
Durch die leichte Verschiebung der Baukörper reagiert das Gebäude auf die Topografie des Hanges: hangseitig entsteht ein klarer Ankunftsbereich, talseitig öffnet sich ein grosszügiger Aussenraum.

Form, Proportionen und Materialisierung orientieren sich an den traditionellen Bauernhäusern des Fünflibertals mit ihren markanten Satteldächern, grossen Vordächern und Holzfassaden.
Der vorgelagerte Hof mit Linde und Brunnen knüpft an typischen Motiven des vorderen Frenkentals an und schafft einen identitätsstiftenden Treffpunkt.

Raumprogramm / Flexibilität
Im grossen Haus befindet sich der Saal, im kleineren Haus Bistro, Küche und Nebenräume. Das Foyer verbindet beide Nutzungen und dient als gemeinsamer Verteiler- und Aufenthaltsraum.
Dies ermöglicht eine sehr freie und flexible Nutzung. Es kann wahlweise nur der Saal und oder das Bistro extern vermietet werden.

Die Räume für Kinder und Jugendliche im Sockelgeschoss verfügen über direkten Gartenbezug und sind unabhängig erschlossen.

Materialisierung / Konstruktion
Die Hanggeschosse werden massiv ausgeführt, während Saal und Bistro als Holzbau konzipiert sind. Die Fassade aus vorvergrautem Holz verleiht dem Gebäude eine ruhige, silbrig schimmernde Erscheinung. Dadurch wirkt das Haus wertig und hebt sich als öffentliches Gebäude subtil von den bäuerlichen Vorbildern ab. Im Inneren schaffen naturbelassene Holzoberflächen eine warme und festliche Atmosphäre.



© Palermo — Studio für Architektur